Wir wollen eine Fackel auf dem Kilimandscharo entzünden. 


Sie soll Licht und Hoffnung über die Grenzen hinaustragen. 

Inschrift der Bronzetafel auf dem Gipfel

13.04.2011 - power4africa

Lighting Mloka


Projektrelevanz - Tansanias Energiestruktur

Der jährliche Pro-Kopf-Energieverbrauch 2009 in Tansania betrug 150 kWh. Lediglich 11% der Haushalte sind mit dem Elektrizitätsnetz verbunden, 80 % davon in den Städten. In ländlichen Gebieten sind es weniger als 5%, wobei 75% der Gesamtbevölkerung in ländlichen Gebieten lebt. Der Plan der Regierung sieht vor, jedes Jahr 100.000 neue Anschlüsse zu realisieren. Die Energieversorgung in Tansania ist sehr unzuverlässig und durch viele Ausfälle geprägt. Eine landesweites Netz ist durch die geringe Bevölkerungsdichte in vielen Gebieten (39 Einwohner/km2) schlicht unwirtschaftlich. [REA, GTZ]


Mloka, eine Stadt im Rufiji-Becken, wurde aufgrund des dort herrschenden starken Energiebedarfs als Projektstandort gewählt. Eine Anbindung an das nationale Stromnetz ist wirtschaftlich unrentabel und durch den Status als Nationalpark wahrscheinlich nicht erwünscht. Mloka hat ca. 3500 Einwohner, die alle größtenteils ohne Strom leben. Geplant ist eine Insellösung, ein Hybridsystem, bestehend aus PVElementen und Dieselgeneratoren. Die Stromspeicherung geschieht mittels eines Batteriesystems. Weiterhin besteht ein akuter Energiebedarf seitens der lokalen Klinik. Medizin muss kühl und trocken aufbewahrt werden. Weitere medizinische Instrumente, wie z.B. Zentrifugen, benötigen ebenso Elektrizität. Strom für die Schule zu erzeugen ist ein guter Weg, um qualifizierte Lehrer bzw. Personal in diese ländliche Gegend zu locken. Die Benutzung von Computer und anderer Ausrüstung wird ermöglicht. Bürogebäude und Getreidemühlen (welche im Moment durch kleine Generatoren und die Verwendung fossiler Brennstoffe betrieben werden), wir der Anschluss an das öffentliche Netz ermöglicht. Unternehmungen werden flexibler und von dem Transport der fossilen Brennstoffe entlastet. Die Anbindung kommt aber hauptsächlich den armen, ländlichen Haushalten zu Gute. Ebenso würde eine elektrische Versorgung die Region Mloka attraktiv für den Telekommunikationssektor machen. Das wird multiple Effekte auf benachbarte Siedlungen haben und dazu führen, dass weitere Tourismus-Möglichkeiten für Arbeitsverhältnisse und Einkommen sorgen. Davon profitiert besonders die ländliche Bevölkerung.


Projektbeschreibung

Das Projekt zielt auf die Energieversorgung von Mloka und dem Mbega Camp, durch den Einsatz eines dezentralisierten Mini-grid, ab. Die beiden Orte werden durch eine 4km lange, unterirdische Leitung verbunden. Zusätzlich werden PV-Module auf dem Dach installiert um den Spannungsverlust auszugkeichen. Das Kraftwerk ist mit 2 Dieselgeneratoren und mehreren Batteriebänken verbunden um eine Insellösung zu realisieren. Die Abwärme der Generatoren kann für die Warmwasserversorgung genutzt werden. Dieses moderne Energiesystem wird Erneuerbare Energien als vorrangige Komponente verwenden. (ca. 93%) Zusätzliche PV-Generatorenkapazität im Falle erhöhter Nachfrage kann jederzeit installiert werden. Das Projekt beinhaltet auch Pläne für ein lokales Stromnetz im Dorf, welches alle Haushalte versorgen kann.


An illustration of the project in Mloka and Mbega Camp